Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

in dieser Rubrik möchten wir Ihnen gerne Wissenswertes rund um die Themen Dünnschiefer, ClassicStone und VlexStone bei Design MWM „an die Hand geben“. Diese Rubrik verstehen wir nicht als eine statische Seite, und sind daher bemüht Ihnen regelmäßig weiterführende und ergänzende Informationen zu den oben genannten Themen zu liefern.

Da auch hier uns die Qualität unserer Arbeit wichtig ist, freuen wir uns auf jede konstruktive Kritiken und Anmerkungen Ihrerseits.

1Abbautechnik
Metamorphe Gesteine und tektonisch deformierte Sedimentgesteine werden unter dem Begriff Schiefer zusammengefasst. Alle Schieferarten zeichnen sich dadurch aus, dass sie entlang paralleler Flächen über eine sehr gute Spaltbarkeit verfügen.

Heutzutage wird Schiefer mit moderner Technik abgebaut. In der Regel wird der Schiefer aus dem Berg gesägt. Zum einen erleichtert das den Bergleuten die Arbeit. Auf der anderen Seite trägt die vollmechanisierte und sägende Abbautechnik dazu bei, mit dem wertvollen Gestein sorgsam umzugehen.

Zunächst einmal wird unter Tage mit einer Diamantsäge in großen Blöcken aus dem Berg herausgeschnitten. Das heißt, die Säge sägt exakt an der gegebenen Gesteinsschicht entlang und unterteilt die Wand in gleichmäßige Raster. Wenn diese großen Blöcke vorsichtig aus dem Berg heraus gelöst sind, werden sie mit Hilfe von Loren an die Oberfläche und in die Fertigungshallen gebracht. Dort wird der Schiefer mit Diamantsäge vorgefertigt. das bedeutet, dass die ungleichen Schieferblöcke in gleich große Blöcke zurechtgesägt werden. Dies bringt in der weiteren Verarbeitung den wirtschaftlichen Vorteil, dass es nicht zu viel Verschnitt kommt. Die Fertigung der Decksteine wird auch heute noch zumeist in Handarbeit durchgeführt. Das wertvolle Gestein wird dabei mittels Spalten und Zurichten in die richtige Form gebracht, welche dann schlussendlich für die Dachdecker sinnvoll ist. Die Schieferblöcke werden also Stück für Stück in große Platten zerteilt, welche eine Stärke von 5 Millimeter haben.

Zumeist wird der so gewonnene und bearbeitete Schiefer in der Dach- und Fassadenverkleidung eingesetzt. Der dunkle Tonschiefer bietet den damit abgedeckten Gebäuden Schutz vor Witterungseinflüssen. In früheren Zeiten wurde das wertvolle Gestein aber auch für Schiefertafeln und Griffel verwendet, da die Papierproduktion zur damaligen Zeit noch nicht industriell möglich war.

Schiefer ist auch heute noch ein sehr weit verbreiteter Werkstoff aus der Natur. Die Abbaumethoden haben sich in den letzten Jahrzehnten zu umweltschonenden Verfahren entwickelt, die dem wertvollen Gestein und der Arbeit der Bergleute Rechnung tragen.
2Das Schiefergefüge
Es ist ein grundlegender genetischer Unterschied der intrakratonalen- sowie orogenen Schieferarten festzustellen. Strenggenommen handelt es sich bei den intrakratonalen Schiefern meistens nicht um Tonschiefer, sondern eher um Tonsteine. Diese sind ausschließlich diagenetisch gefestigt und spalten sich nach der Schichtung. Durch die ausgezeichnete Spaltbarkeit, die sich nach der Schichtung richtet, werden diese Tonsteine oftmals als Schiefer bezeichnet, was aber nicht zutreffend ist. Bei diesen Tonsteinen werden die unregelmäßigen Sedimentstrukturen nachgezeichnet, wie es beim Schiefer der Fall ist und unterscheiden sich dahingehend von dem normalen Spaltbild des orogenen Schiefers, wie beispielsweise dem sogenannten Spaltbesen.

Orogener Schiefer wird in erster Linie für Dachschiefe genutzt, da dieser tektonisch angelegt ist. Die Schichtung wird von der Schieferung geprägt und stellt auf unterschiedlichste Weise eine effektive Spaltfläche dar. Hier unterscheiden sich zwei Schiefertypen. Diese richten sich nach der Aufteilung Schichtung und Schieferung. Wenn die Schieferung parallel zur Schichtung verläuft, wird diese als Parallelschichtung bezeichnet oder auch als Massenschiefer genannt. Bei den Transversalschiefern besteht der Unterschied, da die Schieferung und die Schichtung immer einen unterschiedlichen Winkel ein. Bei den Parallelschiefern zeigen sich die Spaltflächen sehr unregelmäßig, da das Gestein sich nach der Schieferung wie auch nach der Schichtung spaltet. Eine regelmäßige Spaltoberfläche zeigen dagegen die Transversalschiefer auf.

Für das Verarbeitungsverhalten und die Biegefestigkeit ist maßgeblich das dominierende Gefüge der Schieferung verantwortlich. Das Hauptaugenmerk wird bei der Untersuchung des Gefüges immer auf die Ausbildung der Schieferung gelegt. Es können unter anderem unverheilte und zumeist im Quarz mineralisierte Mikrorisse („crack and sealing“) im Schiefer auftreten. So können sich mechanische Anisotophien zeigen, die den Schiefer zu Verwendung als Dachschiefer untauglich machen, da eine erhöhte Bruchgefahr besteht.

Bei Erzmineralen kann es im Druckschatten zu Druck-Lösungs-Prozessen kommen. Diese führen zu Quarzmineralisationen vom Pyrit Typ („Pyrite Type“, Ramsey 1987) Deformationen aufzeigen, wie die pure-shear/simple-shear. Ebenso können bei den zuvor genannten Chloritblasten Druckschatten entstehen, die ebenso von den Druck-Lösungs-Prozessen herrühren.
3Thermische Leitfähigkeit
Das wertvolle Gestein Schiefer wird sehr häufig im Bauwesen eingesetzt. Ob auf Dächern, Giebeln oder Fassaden: Schiefer schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen. Heutzutage wird gerade in der Baubranche nicht nur auf ökonomische Bauweise sondern vor allem auch auf energiesparende Bauweise geachtet. Aus diesem Grund sind Untersuchungen und daraus resultierende Erkenntnisse bezüglich der thermischen Leitfähigkeit von Schiefer von enormer Wichtigkeit.

Damit ein Naturstein wie Schiefer eine gute Leitfähigkeit für Wärme hat, sind Komponenten wie die Dichte, die Porenfüllung oder auch die Porosität zu beachten. Wer über derlei Informationen vom Gestein Schiefer Bescheid weiß, kann sich ein Bild über die thermische Leitfähigkeit von Schiefer machen. Mit diesen Werten kann dann beispielsweise beim Hausbau über eine energiesparende Bauweise nachgedacht werden.

Zahlreiche Untersuchungen und Test haben erwiesen, dass die thermische Leitfähigkeit von Dünnschiefer in einem guten Verhältnis von Wärmezufuhr und Wärmeabgabe steht. Bei speziellen Untersuchungen fand man an der TU Bergakademie Freiberg heraus dass die Werte von Dachschiefer bei 2,540 W/mK liegen. Im Gegensatz dazu liegen die Werte von Tonstein bei nur 2,059 W/mK. Das bedeutet also, dass Dachziegel aus Schiefer erheblich mehr Wärme speichern und nur in geringem Maße abgeben. Im Gegensatz dazu geben Dachziegel aus Tonstein schneller und mehr Wärme ab, ohne die aufgenommene Wärme längere Zeit zu speichern.

Mit diesen Untersuchungsergebnissen kann man sich ein recht gutes Bild von der thermischen Leitfähigkeit von Schiefer machen. Diese Ergebnisse sind auch für die Planung und Gestaltung von Gebäuden eine wichtige Grundlage, will man in energiesparender Weise bauen oder renovieren. Denn mit Schiefer lassen sich so unter anderem die Heizkosten drastisch senken, denn der Wärmehaushalt in einem Gebäude kann so besser im Gleichgewicht gehalten werden.

Wenn man nachweisen kann, dass Schiefer die Globalstrahlung nicht nur absorbiert, sondern auch speichern kann, könnte man Dachschiefer als passiven Absorber einsetzen. Mit diesen ganz neuen Forschungsergebnissen kann die Baubranche stark revolutioniert werden.
4Das richtige Werkzeug
Anforderungen an das Werkzeug zum Bearbeiten von Natursteinfurnieren
Bei der Be- und Verarbeitung von Natursteinfurnieren ist größte Sorgfalt sehr wichtig. Diese Furniere lassen sich mit allen handelsüblichen Hartmetallwerkzeugen sehr gut verarbeiten. Dabei wird jedoch meist die Lebensdauer der Werkzeuge erheblich reduziert. Der Grund dafür ist die dünne Steinschicht und das Fiberglas auf der Rückseite des Furniers. Bei Schneid- und Fräsarbeiten mit stumpfem Werkzeug entsteht eine viel zu hohe Reibungswärme. Dadurch kann außerdem die Polyesterbeschichtung der Rückseite des Furniers plastifiziert und sowohl das Furnier als auch das Werkzeug beschädigt werden. Daher wird bei größeren Arbeitsflächen die Verwendung von Diamantwerkzeugen empfohlen. Diese sind nicht nur sehr viel haltbarer, sondern aufgrund ihrer Härte auch für die Verarbeitung erheblich besser geeignet.
5Dünnschiefer Merkmale
Dünnschiefer ist aus dem Einrichtungsbereich nicht mehr wegzudenken. Durch seine pflegeleichten Eigenschaften und seine Vielseitigkeit hat er längst den europäischen Markt erobert. Besonders seine farbliche Vielfalt macht ihn zu einem wertvollen Produkt, denn jede Fliese oder Schieferplatte ist ein Unikat. In Gold, Rost, Grün oder Braun schimmert der Schiefer und setzt unnachahmliche Akzente.

Wie in seinen Farben ist der Dünnschiefer sehr individuell und anpassungsfähig. Ob in der klassisch rustikalen Ausführung oder modernen Ambiente, Schiefer erfüllt alle Ansprüche. Insbesondere mit Holz ist Dünnschiefer als Naturstein einzigartig.

Durch seine bemerkenswerte Fähigkeit, Wasser und Öl abzuweisen, sind Dünnschieferplatten in der Inneneinrichtung, sowie im Außenbereich sehr gefragt. Die Abweisung von Wasser, Wein oder Fett verdankt er der lagigen Schieferung. Flecken dringen lediglich im oberen Bereich ein und erleichtern die Reinigung wesentlich. Ein Grund, warum unser Dünnschiefer für Küchenarbeitsplatten bevorzugt eingesetzt wird. Über die Jahre entsteht auf der Oberfläche der Schieferfliesen eine natürliche Patina. Diese verstärkt den Schutz und macht den Dünnschiefer von MWM Design einzigartig.

Die bei MWM erhältlichen Dünnschieferplatten sind relativ unempfindlich, was sich bei stärker beanspruchten Anforderungen wie gewerblichen Objekten, aber auch im öffentlichen und privaten Bereich, nachhaltig lohnt. Damit erklärt sich die starke Nachfrage nach diesem Schiefer. So ist er durch seine hohe Leitfähigkeit von Wärme für die fachgerechte Verlegung einer Fußbodenheizung als Bodenbelag ebenfalls ideal. Indischer Schiefer bietet sich besonders für die Verkleidung von Kaminen, Wänden und Mauern an sowie für Treppenstufen und Fensterbänke. Podeste, Theken bieten optimale Bedingungen für den Schiefer, um für außergewöhnliche Akzente in gastronomischen Einrichtungen wie zum Beispiel Bars zu sorgen. Auch für Bäder sind Dünnschieferplatten eine einfache Möglichkeit, die Räume attraktiv zu gestalten.

Die Variationen, wie Schiefer zur Einrichtung und Gestaltung verwendet werden kann, sind individuell gestaltbar. Er harmoniert hervorragend mit Edelstahl oder Glas, ist anpassungsfähig wie vielseitig und kombiniert Behaglichkeit mit Stil. Dünnschiefer von MMW ist ein Bodenbelag, der garantiert neue Akzente für modernes Wohnen setzt.
6Versiegelung, Reinigung und Pflege
Die Versiegelung der Naturstein Oberflächen
Die starke Beanspruchung der Naturstein Oberflächen macht eine Behandlung mit einer 2K-PU Versiegelung erforderlich. Diese Versiegelung schützt den Naturstein nicht nur vor Schäden und Abrieb, sondern auch vor Farbverlust. Solch eine starke Beanspruchung tritt beispielsweise bei der Verwendung von Bodenbelägen oder im Außenbereich auf. Für Oberflächen mit einfachen Beanspruchungen für die alltägliche Verwendung im Innenbereich ist eine 1K-Versiegelung mit Fleckstopp ausreichend, beispielsweise für Türen, Arbeitsplatten und Wandverkleidungen.

Reinigung und Pflege der Natursteinfurniere
Die regelmäßige Feuchtreinigung von Natursteinoberflächen ist empfehlenswert, wenn das Material lange haltbar sein und Freude bereiten soll. Dies ist trotz Versiegelung und Imprägnierung regelmäßig nötig. Dazu ist die Verwendung einer handelsüblichen Wischpflege geeignet. Nach der Anwendung eines Grundreinigers empfiehlt sich anschließend die Anwendung einer Glanzpflege. So wird dem Auslaugen des Natursteins vorgebeugt und er erhält und behält bei regelmäßiger Anwendung sattere Farben und Strukturen. Außerdem wird dem Ausbleichen der Farben vorgebeugt. Auf keinen Fall dürfen für die Reinigung scharfe Reinigungsmittel wie Scheuermittel, Schmierseife sowie alle säure- und stark laugehaltigen Reiniger verwendet werden! Da sie eine fettlösende Wirkung haben, sind sie ungeeignet und würden das Material beschädigen.

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ECHTSTEIN FURNIERSYSTEME

Prospekt 28 Seiten
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